Programm 2011

Filmfest Pl Kl
Trailer zum Filmfest 2011
 
 


Herbstgold

Neue Ziele im hohen Alter

Herbstgold

Dokumentarfilm, Regie: Jan Tenhaven, Deutschland, 2010, 95 Min.Frei nach dem Motto „Kopfstand statt Ruhestand“ wollen Ilse, Alfred, Jiří und Gabre noch hoch hinaus. Alfred, der 100-jährige Diskuswerfer aus Wien, Jiří, der 82-jährige Hochspringer aus Tschechien, Ilse, die 85-jährige Kugelstoßerin aus Kiel und der Läufer Herbert (93) aus Stockholm – als Lebensmittelpunkt verbindet sie alle der Sport. Ihr großes Ziel: die Qualifikation für die Weltmeisterschaft im finnischen Lahti, der Olymp des Seniorensports.

Regisseur Jan Tenhaven wirft einen liebevollen, neugierigen und respektvollen Blick auf die Welt des Seniorensports. Er porträtiert die bejahrten Sportler, die es auf der Zielgeraden des Lebens noch einmal wissen wollen und mit Ehrgeiz und Humor den körperlichen Alternsprozess trotzen. „Herbstgold“ ist eine lebensbejahende Hommage an das Alter, nicht glatt und faltenfrei, aber voller Humor und Willenskraft.

Vorführung in Anwesenheit des Regisseurs

Frankfurt am Main: Mo, 27. Juni, 19.00 Uhr
In Kooperation mit dem Frankfurter Netzwerk „Aktiv bis 100“

Heidelberg: Di, 28. Juni, 17.00 Uhr
In Kooperation mit dem Netzwerk „Mehr Bewegung lebenslang“, Stadt Heidelberg, Moderation: Dr. Christoph Rott


Young@Heart

Musik bewegt und hält jung

Young@Heart

Dokumentarfilm, Regie: Stephen Walker, USA, 2008, 103 Min.

„Young@Heart“ ist ein einzigartiger und ungewöhnlicher Chor von 75- bis 92-Jährigen: Einige der Chorsänger haben beide Weltkriege erlebt und nun bringen sie mit modernen Punk-, Soulund Rock-Songs von The Clash über James Brown bis Nirvana weltweit die Säle zum Kochen und die Herzen zum Schmelzen. Regisseur Stephen Walker zeichnet ein hinreißendes Portrait der weißhaarigen Damen und Herren aus Massachusetts. Er begleitet sie während der Proben für ihr neues Programm, bei ihrem bewegenden Auftritt in einem Männergefängnis unmittelbar nach dem Tod zweier Chor-Mitglieder und schließlich beim großen mitreißenden Auftritt vor Tausenden von Zuschauern.

Frankfurt am Main: Di, 28. Juni, 19.00 Uhr
In Kooperation mit dem Frankfurter Verband für Alten- und Behindertenhilfe e.V.

Heidelberg: Di, 28. Juni, 19.00 Uhr
In Kooperation mit Institut für Psychosomatische Kooperationsforschung und Familientherapie, Heidelberg. Moderation: Prof. Dr. Astrid Riehl-Emde, Diskussionspartnerin: Dr. Astrid Söthe-Röck, Referentin Evangelisches Altenzentrum Bruchsal


Hungerwinter

Die Jugend von gestern – ein Winter, der das Leben prägte

Hungerwinter

Dokumentarfilm, Regie: Gordian Maugg, Deutschland, 2009, 90 Min.

Am Ende des Jahres 1946, des ersten vollen Friedensjahres, ist in vielen kriegszerstörten europäischen Ländern kein Aufschwung in Sicht. Der Wiederaufbau verläuft äußerst schleppend. Eine unerwartete Entwicklung macht die Lage noch schlimmer: Zwischen November 1946 und März 1947 werden die Menschen einen der kältesten Winter des 20. Jahrhunderts durchleben. „Weißer Tod“ und „schwarzer Hunger“ lauten Redewendungen der Zeit. Nach Schätzungen sterben allein in Deutschland mehrere Hunderttausende an den Folgen dieses Hungerwinters.

Die Dokumentation rückt die Not der Bevölkerung im Nachkriegsdeutschland in den Mittelpunkt – eine Erfahrung, die eine ganze Generation geprägt hat. Dazu zeigen sechs exemplarische Einzelschicksale eindrucksvoll, mit welchen existenziellen Problemen die Menschen damals zu kämpfen hatten und welche Schicksalsschläge sie meistern mussten. Durch eine Kombination von Interviews, Archivmaterial und filmischer Rekonstruktion werden die Ereignisse dieses dramatischen Winters wieder lebendig.

Vorführungen in Anwesenheit des Regisseurs

Frankfurt am Main: Di, 28. Juni, 15.00 Uhr
Moderation: Matthias Roos, Amt für Gesundheit

Heidelberg: Mi, 29. Juni, 14.00 Uhr, 19.00 Uhr
In Kooperation mit der Akademie für Ältere, Heidelberg


Das Labyrinth der Wörter

Plädoyer für die Würde des Alters und die Kraft der Bücher

Das Labyrinth der WörterSpielfilm, Regie: Jean Becker, Frankreich, 2008, 82 Min.

Es ist die Geschichte über eine dieser Begegnungen, die das ganze Leben verändern kann: das zufällige Zusammentreffen des vermeintlichen Tölpels Germain, 45 Jahre alt, mit einer kleinen, alten Dame namens Margueritte, 94 Jahre alt, einer leidenschaftlichen Leserin. Margueritte liest ihm in einem Park Passagen aus Romanen vor und eröffnet ihm somit die Welt der Bücher, von denen Germain bisher nichts wusste. Aber auch Germain kann Margueritte bald zur Seite stehen ...

Ein Film mit leisem Humor und einer Spur Tragik über zwei Generationen, die sich gegenseitig achten, wertschätzen, voneinander lernen und weiterhelfen.

Frankfurt am Main: Di, 28. Juni, 17.00 Uhr
In Kooperation mit dem Bürgerinstitut Frankfurt am Main

Heidelberg: Mi, 29. Juni, 17.00 Uhr
In Kooperation mit generation.hd, Moderation: Dipl.-Gerontologe Derek Cofie-Nunoo


Eines Tages...

Eines Tages kann es jeden (be-)treffen - Demenz

Eines Tages

Spielfilm, Regie: Iain Dilthey, Deutschland, 2009, 97 Min.

Architekt Frieder wirkt bei der Arbeit zunehmend fahrig und stößt seine engsten Freunde vor den Kopf. Lange will er nicht wahrhaben, was mit ihm geschieht. Margot und Jakob sind über dieses Stadium schon lange hinaus. Ihre Liebe ist mit der Herausforderung gewachsen, doch Margot muss erkennen, dass der größte Liebesbeweis auch das Loslassen sein kann. Leon und Annette stehen irgendwo dazwischen. Das Geschwisterpaar samt schrulligem Schwager bewegt sich zwischen aufopferungsvoller Pflege der Mutter und Verkennen der Situation.

Regisseur Iain Dilthey trifft in seinem sensiblen Porträt den richtigen Ton und beweist erstaunliche Souveränität in der Inszenierung.

Weitere Information: www.einestages.lvr.de

Vorführungen in Anwesenheit der Projektleitung Angela Giebmeyer & Tom Lovens, LVR-Zentrum für Medien und Bildung, Düsseldorf

Frankfurt am Main: Mi, 29. Juni, 15.00 Uhr
In Kooperation mit dem „Arbeitskreis Demenz Frankfurt am Main“ Moderation: Dr. Gerd- Roland Bergner, Leiter Sozialpsychiatrischer Dienst, Amt für Gesundheit

Heidelberg: Do, 30. Juni, 14.00 Uhr
In Kooperation mit dem „Arbeitskreis Gerontopsychiatrie Heidelberg“,
Aktion „Demenzfreundliche Kommune“. Moderation: Prof. Dr. Dr. h.c. Konrad Beyreuther, Netzwerk Alternsforschung

Heidelberg, Wohnstift Augustinum: Do, 30. Juni, 16.30 Uhr
In Kooperation mit dem Wohnstift Augustinum und dem Kulturkreis Emmertsgrund-Boxberg e.V., Moderation: Dr. Heidrun Mollenkopf - Eintritt frei!

Heidelberg, Karlstorkino: So, 3. Juli, 11.00 Uhr
In Kooperation mit dem Arbeitskreis „Gerontopsychiatrie Heidelberg“, Aktion „Demenzfreundliche Kommune, Moderation: Dr. med. Klaus Brosi, Arzt für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie


Almanya - Willkommen in Deutschland

Altern in der Fremde – Drei türkische Generationen in Deutschland

Almanya

Spielfilm, Regie: Yasemin Şamdereli, Deutschland, 2011, 97 Min.

In den 1960er ist Hüseyin als Gastarbeiter nach Deutschland gekommen. Mit der Frage nationaler Identität haben seine Sprösslinge bis heute zu kämpfen – etwa seine 25-jährige Enkeltochter Canan, die keinen Schimmer hat, wie sie ihrer Familie erklären soll, dass sie schwanger von einem Briten ist. Oder deren 6-jähriger Cousin Cenk, der an seinem ersten Schultag weder in die deutsche, noch in die türkische Fußballmannschaft gewählt wird. Während eines großen Familienfestes verkündet das Familienoberhaupt, er habe in der Türkei ein Haus gekauft und wolle nun mit ihnen zusammen in die alte Heimat fahren.

Geschrieben und verfilmt wurde die Geschichte – mit autobiographischen Zügen – von den Schwestern Yasemin und Nesrin Samdereli. Ein unterhaltsamer Film über Integration, Identität und Generativität.

Frankfurt am Main: Mi, 29. Juni, 17.00 Uhr
In Kooperation mit dem Amt für Multikulturelle Angelegenheiten der Stadt Frankfurt am Main, Moderation: Helga Nagel, Amtsleiterin

Heidelberg: Do, 30. Juni, 17.00 Uhr
In Kooperation mit Amt für Soziales und Senioren, Netzwerk Älterwerden in der neuen Heimat, Stadt Heidelberg, Moderation: Daniela Manke, M.A., Netzwerk Alternsforschung


Die Frau mit den 5 Elefanten

Swetlana Geier – das Portrait einer faszinierenden Persönlichkeit

Die Frau mit den 5 Elefanten

Dokumentarfilm, Regie: Vadim Jendreyko, Schweiz, Deutschland, 2009, 94 Min.

Sie gab Dostojewski eine neue Stimme: Swetlana Geier, die wichtigste Übersetzerin russischer Literatur ins Deutsche, hat die „5 Elefanten“ übersetzt, Dostojewskis fünf große Romane. Es ist das Lebenswerk der 1923 in Kiew Geborenen, die im Zweiten Weltkrieg aus der Ukraine nach Deutschland kam. Poesie und Alltag, Trauer und Humor sind in diesem Film zum vielschichtigen Porträt verwoben.

Der Film gibt faszinierende Einblicke in die Denk- und Schaffenswelt einer gebildeten, klugen und warmherzigen alten Frau, die, eingebunden in enge Familienbande, auch schwere Schicksalsschläge zu meistern weiß. Nach über 60 Jahren begibt sie sich auf die Reise in ihre alte Heimat, begleitet von ihrer Enkelin – eine Reise zu sich selbst und ihrer Familiengeschichte.

Die Vorführungen werden begleitet von Dr. Franz Leithold, Leiter des Medienzentrums der Universität Freiburg und langjähriger persönlicher Freund von Swetlana Geier

Frankfurt am Main: Mi, 29. Juni, 19.00 Uhr
Moderation: Matthias Roos, Amt für Gesundheit

Heidelberg: Do, 30. Juni, 19.00 Uhr
Moderation: Dipl.-Gerontologe Jörg Hinner, Institut für Gerontologie


Impressionen Heidelberg 2011

Filmgespräch Regisseur Gordian Maugg, "Hungerwinter"
Moderation Derek Cofie-Nunoo, generation-hd
Regisseur Gordian Maugg ("Hungerwinter")

 

Moderator Derek Cofie Nunoo (generation.hd)

 

Publikum zu "Hungerwinter"
Dr. Christoph Rott im Filmgespräch mit Regisseur Jan Tenhaven, "Herbstgold"
Volles Haus

 

Dr. Christoph Rott (IfG) mit Regisseur Jan Tenhaven ("Herbstgold")

 

Interview SWR mit Regisseur Maugg
Saal Karlstorkino
Regisseur Gordian Maugg ("Hungerwinter") beim Radio-Interview

 

Publikum